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2019-07-27

Kinder müssen koopieren!

​​Hast du dir schon einmal richtig deutlich gemacht, was es heißt, wenn Kinder kooperieren „sollen“?
​​Ist dir klar, dass Kooperation beinhaltet, dass beide (Parteien) das gleiche Ziel haben? Die Definition von „Kooperation“ beinhaltet, dass das Zusammenwirken „zweckmässig“ ist und „mit gemeinschaftlichen Zielen“ vonstatten geht.

​​Oh…

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​​Es beinhaltet nicht, dass ICH ein Ziel habe und das Kind bitteschön zu kooperieren hat. Weil ich ja:

  • ​​keine Zeit habe
  • ​​jetzt lang genug gewartet habe
  • ​​schon groß bin
  • ​​und es besser weiß
  • ​​dringend irgendwo hin muss
  • ​​mit der Oma nun mal besprochen habe, dass wir kommen
  • ​​für etwas schon Geld ausgegeben habe
  • ​​man das nun mal so macht
  • ​​jetzt nicht einfach hier weiter rumsitzen will

​​Und ja, auch wenn wir das eventuell vor einiger Zeit schon mit dem Kind besprochen haben und es zu der Zeit ein gemeinsames Ziel war, heißt das nicht, dass es das auch heute oder jetzt noch ist. Je nach Alter des Kindes kann das ganz schön schnell schwanken.

​​Und das ist ok so!

​​Irgendwo haben wir gelernt, dass eine Umorientierung etwas Schlechtes ist. Völliger Quatsch. Wir lieben es nur, das Kind in seiner Spontanität zu beschneiden. Weil es damit schmerzhaft unsere eigene Unfähigkeit zu Spontanität anrührt? Weil es uns daran erinnert, dass wir uns einem Haufen Konventionen und „das macht man eben so“ schon lange unterworfen haben; auf Kosten unserer Freiheit und Individualität? Dass wir uns nicht trauen, zu dem zu stehen, was wir eigentlich wollen und stattdessen den Plan eines Anderen verfolgen?

​​Natürlich gibt es in unserer großen Erwachsenenwelt Dinge, die zu erledigen sind und auch Dinge, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt sein sollten. Möglicherweise können wir das aber öfter hinterfragen. Und manchmal wirkt ein kurzer Moment innehalten und dem anderen Menschen seinen Raum für ein paar Minuten zu lassen, schon Wunder. Mache ich übrigens auch so, wenn ich es mit dem Auto eilig habe. Immer mal jemanden im Stau reinlassen, der abbiegen will, und spätestens nach dem dritten bin ich weitaus weniger gestresst. Und komme trotzdem nicht später an.

​​Vielleicht ist dir aufgefallen, dass Kinder spontaner sind, je frischer sie hier noch sind. Sie sind ja auch gerade erst hierher gekommen! Alles ist neu, Gewohnheiten müssen erst gebildet werden und Annahmen und Voraussagen erst getroffen werden. Das hilft uns zu überleben.
​​Allerdings sollten wir dem nicht SOOO viel Gewicht beimessen, dass wir die Heranwachsenden in ihrer Art, die Welt hier zu erkunden, ständig daran messen, wie flexibel und spontan wir selbst noch sind.

​​Übrigens…der absolute Stillstand unseres Geistes ist der Tod. Just sayin’…
​​
​​Raum für Kooperation: https://mannundvatersein.de/emde

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